EMOTIONALE BINDUNGSFÖRDERUNG


Die Bindungsanalyse bedeutet emotionale Bindungsförderung
Die vorgeburtliche emotionale Bindungsförderung ist ein
 präventives und unterstützendes Konzept,
 um die emotionale Bindung Mutter-Baby-Vater
bereits in der Schwangerschaft aufzubauen und zu vertiefen. 
Schwangerschaft und Geburt sind Erfahrungen 
die uns in ihren positiven sowie negativen Folgen lebenslang beeinflussen. 
Nach heutigem Wissen beginnen die Neurosysteme des sich entwickelten Gehirns 
des Ungeborenen etwa ab der achten Schwangerschaftswoche zu arbeiten. 
Sie sind Teil der Voraussetzungen für Lernprozesse in der pränatalen Zeit, 
für das Gedächtnis und die Erinnerung an prä -und perinatale Erfahrungen.
Möchten Sie lernen mit Ihrem Baby zu kommunizieren? 
Legen Sie schon in der Schwangerschaft den Grundstein für eine liebevolle Bindung 
und beginnen Sie früh und lange vor der Geburt mit Ihrem Baby die emotionale Bindung aufzubauen.
 Gerne begleite ich Sie in diesen achtsamen, berührenden Begegnungen.  


Seit vielen Jahrzehnten erforschen Wissenschaftler der Neurowissenschaft, Hirnforschung, pränatalen Psychologie und Gynäkologie, die physiologische und psychische Entwicklung während den 9 Monaten in der Gebärmutter. Schlussfolgerungen dieser Forschungen waren; Das ungeborene Baby ist von Anfang an ein bewusstes, fühlendes, denkendes, inaktives Lebewesen.

Bereits in der Zeit, die das Baby im Bauch verbringt, nimmt es Sie wahr und geht eine Verbindung mit Ihnen ein. Die Erfahrungen in der Gebärmutter haben Einfluss auf die körperliche, seelische und persönliche Entwicklung des Menschen. Sie beeinflussen die Qualität von zwischenmenschlichen Beziehungen im Leben. 

Die emotionale Bindungsförderung ist keine Psychotherapie und ersetzt den Facharzt nicht, obgleich sie häufig geprägt ist von psychotherapeutischen und speziell pränatal-psychologischen Elementen.


Organisation und Vorgehensweise 

Die strukturierte Geburtsvorbereitung über die emotionale Bindungsförderung ist eine Möglichkeit, den Eltern und dem Baby den Übergang zur Geburt zu erleichtern. Auch Väter sind herzlich willkommen an diesen Sitzungen dabei zu sein. 

Die Babystunden sollten wenn möglich regelmässig stattfinden damit sich das Baby daran gewöhnt. Mit der Bindungsanalyse kann ab der 12. Schwangerschaftswoche begonnen werden. Wenn der Verlust eines Babys vorangegangen ist, sei es durch einen gewollten oder ungewollten Schwangerschaftsabbruch oder eine spontane oder assistierte Fehlgeburt, ist der Wunsch meist grösser früh mit dem Baby Kontakt aufzunehmen und das ist auch sehr sinnvoll. Vielleicht zeigt sich, dass auch noch ein Stück Trauerarbeit zu machen ist. 

Gemeinsam evaluieren wir Ihre aktuelle Situation und finden heraus, welche Intervalle zwischen den Babystunden ihren Bedürfnissen entsprechen.  

 

Welche Vorteile bringt die emotionale Bindungsförderung den werdenden Müttern? 

  • Sie fördert das positive Erleben der Mutter während der Schwangerschaft, der Geburt und in der Stillzeit.
  • Sie festigt die emotionale Bindung zwischen Mutter-Baby-Vater.
  • Sie hat einen positiven Einfluss auf das Stillverhalten.  

 

Wie profitieren die Babys von der emotionalen Bindungsanalyse? 

  • Bauchkoliken und Schreiattacken treten deutlich seltener auf.
  • Sie schlafen besser und wirken insgesamt ausgeglichener und ruhiger.
  • Die psychomotorische Entwicklung schreitet schneller voran.
  • Gute Entwicklung in der Sozialkompetenz.
  • Durch die Bindung, die das Kind bereits im Mutterleib erlebt kann es ein starkes Selbstvertrauen entwickeln. Es erkundet die Umgebung neugierig und geht auf andere Menschen unbefangener zu. 


Ablauf der Sitzungen 

Wie auf einem inneren Bildschirm nehmen Sie als Mutter Empfindungen, Gefühle, Bilder und Symbole wahr. Sie lernen die Botschaft des Babys zu empfangen und mit ihm in den Austausch zu gehen. Diese vorgeburtlichen Begegnungen sind tief berührend und stärken das gegenseitige Vertrauen zwischen Mutter-Baby-Vater. Durch diese Arbeit haben Sie die Möglichkeit eigene belastende Ereignisse aus der Kindheit, frühe Verluste, Abtreibungen, Fehlgeburten und schwierige Geburtserfahrungen anzuerkennen und zu integrieren. 

Im Erstgespräch geht es um die Erfassung der Anamnese, die Familiengeschichte, wie erleben und gestalten Sie die Beziehungen, Fragen über die bestehenden und vergangenen Schwangerschaften. Welche Erwartungen haben Sie an die Bindungsstärkung, welche Erwartung haben Sie an mich?

Anschliessend gehen wir zu Craniosacralen Körperübungen mit Gesprächsbegleitung über.

Mit dem Fokus auf die Ressourcen und der Förderung der Selbstwahrnehmung unterstütze ich Sie in die Entspannung zu kommen. 

Als nächster Schritt lade ich Sie ein zum Experiment der Wahrnehmung der Gebärmutter; es geht darum die Empfindungen, Gefühle, Gedanken und Bilder über die Selbstwahrnehmung zu beschreiben.

In den folgenden Babystunden geht es um die Kontaktaufnahme zum Baby.

Das Gelingen der emotionalen Kontaktaufnahme zum Baby braucht manchmal Geduld und etwas länger Zeit. Es kann einige Sitzungen dauern. In dieser Prozessphase können sich ihre eigenen ungelösten Themen zeigen. Diese können sich in Körperempfindungen, Gedanken und Gefühlen äussern. Nach dem anerkennen der herausfordernden Themen und dem Innehalten mit dem, was sich gerade zeigt, begleite ich Sie auf dem Weg zur Selbstregulation und Entspannung zurück.

Anschliessend begleite ich Sie mit Ihrer individuellen Langsamkeit in Richtung Kontaktaufnahme zum Baby. Vielleicht ist die Kontaktaufnahme schon möglich, vielleicht brauchen Sie noch Zeit und Geduld.

In den weiteren Stunden folgen Bindungsaufbau, -förderung und -vertiefung.


Abschlussphase mit bindungsorientierter Geburtsvorbereitung 

Weiter mit den Babystunden geht es zu der Geburtsvorbereitung, die zwischen 4- 6 Sitzungen in Anspruch nehmen können. Je nach Ihrer aktuellen Situation kann die Abschlussphase kürzer oder länger sein. Bei dieser Geburtsvorbereitung werden Sie als Mutter und das Baby auf die körperliche Trennung, den Ablauf der Geburt, die sie gemeinsam zu bewältigen haben, vorbereitet.

Eine gute Vorbereitung ist bei einem geplanten Kaiserschnitt, aus welchen Gründen auch immer dieser vorgenommen werden muss, ebenso möglich.

Zu Hause können Sie mit dem Baby diese Geburtsvorbereitungsübungen, welche Raffai speziell entwickelt hat, bis zum Tag der Geburt (oder dem Kaiserschnitt) gemeinsam wiederholen.

 

Nach der Geburt 

Ein erster Termin wird ca, 4-6 Wochen nach der Geburt vereinbart. Ein weiterer 6 Monate nach der Geburt. Beide Termine dienen der Information zum Verlauf der Geburt und der Entwicklung des Babys.  


Quellenangabe: 
Mit deiner Liebe wächst meine Seele, Herausgeberinnen: Christina Balkenhol, Christine Karrasch
Praktische Erfahrungen und Theoretisches Wissen Edith Travaini-Zellweger


*i.A. siehe Beruflicher Lebenslauf

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